11. Costa Rica 2015 / 2016

Und wieder ist der Grenzübergang eine langwierige Sache, aber nach knapp drei Stunden haben wir auch das geschafft. Unser erstes Ziel ist die Finca Canas Castilla, nur 15 Kilometer von der Grenze entfernt. Bei den Schweizern Agi & Guido finden wir wieder einmal ein Paradies. Und noch besser wird es hier, als unsere Freunde Evi & Phipu aus der Schweiz eintreffen. Wir geniessen die wunderbare Ruhe auf der Finca, erkunden das grosse Gelände zu Fuss und können unzählige Tiere beobachten, baden im Fluss und essen feine Spätzli, die Agi für uns macht. Wir würden diesen Wohlfühlplatz absolut jedem empfehlen.

Leider passiert mir hier auch das, wovon wir schon so oft gehört haben… Ich will am Morgen meine Schuhe anziehen und spüre plötzlich einen unglaublichen Schmerz. Ein Skorpion hat mich erwischt. Hätte nicht gedacht, dass die Schmerzen so heftig sind. Vom Gift fühle ich mich den ganzen Tag ein bisschen benebelt, aber zum Glück ist hier kein Skorpion wirklich gefährlich für uns Menschen.

Weiter geht es in Richtung Küste. An der Playa Naranjo gefällt es uns. Die Männer fischen von morgens bis abends und wir Frauen geniessen das Faulenzen. Unsere Freunde reisen weiter nach Montezuma, wir versuchen es mit dem Camper nicht, die 30 Kilometer Schotterpiste sieht teilweise zu steil aus.

Wir verbringen noch drei Tage an der Playa Naranjo und fahren dann von der Halbinsel Nicoya rüber aufs Festland. 5 Km nördlich von Canas besuchen wir das „Rescue Shelter las Pumas“, das von einer Schweizerin ins Leben gerufen wurde. Hier werden Tiere, die misshandelt wurden, wieder gesund gepflegt und wenn möglich später ausgewildert. Da wir in freier Natur wohl nie eine Ozelote Katze, einen Jaguar oder einen Puma sehen werden, finden wir, dass sich dieser Besuch lohnt.

Wir bekommen eine E-Mail von Una und Brett, die wir in Mexiko kennen gelernt haben. Wir befinden uns in der selben Umgebung, also verabreden wir uns etwas in der Höhe, in Richtung Monte Verde. Das Klima dort oben ist angenehmer, wir geniessen den wunderschönen Schlafplatz, die traumhafte Aussicht und haben viel zu diskutieren.

Wir freuen uns schon wieder auf Phipu und Evi, die wir in der Nähe des Nationalparks Manuel Antonio treffen. Dort verbringen wir nur eine Nacht, es ist uns viel zu touristisch. Gemeinsam nehmen wir das letzte Ziel ihrer Reise in Angriff, Uvita. Wir verbringen die letzten sechs Tage mit Faulenzen, langen Strandspaziergängen, essen an Weihnachten ein feines Fondue, das sie uns mitgebracht haben, und geniessen die Gesellschaft der beiden. Es war wunderschön mit euch, vielen Dank für alles!

Nun brauchen wir dringend etwas Erfrischung. Wir fahren hoch in Richtung „Parque Nacional de los Quezales“. Der Quezal, das guatemaltekische Wappentier ist immer noch in unserem Hinterkopf, gerne würden wir noch so einen bunten Vogel sehen. Auf Passhöhe (ca. 3400 Meter) biegen wir links ab. Dann geht es ca. 1000 Meter runter. Wir zittern teilweise schon etwas und hoffen, dass wir da mit unserem Vorderradantrieb wieder hochkommen werden. Es lohnt sich aber auf jeden Fall die 10 Kilometer herunterzufahren. Im „Suenos del Bosque“ (Waldträume) gefällt es uns. Tagsüber haben wir angenehme 24 Grad, nachts geht es runter bis auf 5 Grad. Wir freuen uns richtig abends ins Bett zu gehen und uns endlich wieder einmal zudecken zu können. Silvester vergingen wir hier, wandern viel und werden von den Einheimischen mit Esswaren beschenkt, die sie nicht mehr mit nach Hause nehmen wollen. Also bleiben wir gleich 9 Nächte. Päscu geht fast jeden Tag mehrere Stunden fischen und fängt sogar etwas! Und auch mit dem Quetzal haben wir Glück, wir kommen ihm ganz nahe.

Weiter geht es an die Karibikküste. Wir haben zwar ein paar Kilometer zu bewältigen, wären aber gut in der Zeit. Doch plötzlich hören wir ein „pfhhhhhh“, scheisse wir haben einen platten Reifen und die Luft geht ganz schnell raus. Wir haben grosses Glück, dass wir gleich einen Platz finden zum anhalten, denn die Strasse ist unglaublich befahren. Also heisst es Rad wechseln. Nicht so angenehm, so wie die Lastwagen hier überholen. Doch alles geht gut und wir fahren schnell durch die Hafenstadt Limon nach Cahuita. Der Nationalpark von Cahuita ist wohl einer der wenigen, wo man als Tourist bezahlen kann, was man für angemessen hält und nicht eine enorm teure Eintrittsgebühr verlangt wird. Von Cahuita geht es nur ein paar Kilometer südlich, nach Puerto Viejo. Wir besuchen Dani, Renata und ihre Tochter Laura, die sich hier ein absolutes Paradies geschaffen haben. Vielen Dank für eure Gastfreundschaft. Die letzten Tage in Costa Rica verbringen wir an einem wunderschönen Strand zwischen Puerto Viejo und Manzanillo. Das Wetter spielt mit, wir haben viel Sonnenschein, obwohl hier im Moment Regenzeit wäre.

Das Schiff von Panama nach Bremen ist gebucht, gegen ende Februar habt ihr uns wieder an der Backe. Wir freuen uns sehr, euch alle bald zu sehen.

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4 Gedanken zu „11. Costa Rica 2015 / 2016

  1. Vreni Fankhauser

    Es ist sehr intressant das alles zu vervolgen,wünsche Euch eine gute Heimreise.
    Liebi grüess usem Entlebuch

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  2. brigitte schulze

    Hallo, Ihr Zwei,
    wir wuenschen euch noch eine schoene Zeit, gute Heimreise und „leichtes“ Einleben in der alten Heimat.
    Herzliche Gruesse
    Brigitte & Harald
    Punta Perula, Jalisco, Mexiko

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