3. Colima – Topolobampo

In Manzanillo stocken wir unsere Vorräte auf und fahren dann nach Colima. Unser Ziel ist die Laguna La Maria, die etwas unterhalb des noch aktiven Vulkanes „el Fuego“ liegt. Schon bei der Anfahrt sehen wir einige Rauchwolken. Am nächsten Tag fahren wir mit den Fahrrädern hoch zum Dorf Yerbabuena. Von dort aus wandern wir zu einer wunderschönen Avocado Plantage. Wir genießen den tollen Blick über die grünen Hügel und den Vulkan „Fuego. Hier wird es nachts wieder etwas frischer, wir genießen die „Kühle“ sehr und entscheiden uns noch eine Nacht zu bleiben. Denn wir haben noch ganz viel Kokosnuss, die uns in Punta Perula geschenkt wurde und so beschließen wir Kokosnussmakronen zu machen (auch wieder eine Premiere).

Weiter geht es nach Angahuan, ein kleines Dorf, das am Fuße des Vulkanes Paracutin liegt. Die Fahrt ist lang, für 300 km benötigen wir 9 Stunden, da wir immer wieder über Pässe und durch Dörfer fahren. Wir sind froh, dass wir am Morgen früh losgefahren sind und noch viel glücklicher als wir nach geschätzten 500 Topes (Bodenwellen) in Angahuan ankommen. Für den nächsten Tag buchen wir eine Pferdetour (fatale Entscheidung) zum Vulkan und der berühmten Kirche, die teilweise von der Lava verschont blieb. Die Tour ist wunderschön und empfehlenswert, aber die nächsten Tage verbringen wir mit Schmerzen am ganzen Körper und haben grosse Mühe uns zu bewegen. Dafür lernen wir in Angahuan Hans-Jürg und Maria kennen, wieder zwei Schweizer die seit ein paar Jahren unterwegs sind. Wir machen spontan ein Fondue zusammen.

Die nächste Strecke ist zum Glück kurz, wir fahren nach Patzguaro, laufen am Sonntag durch das volle Städtchen und machen einen Ausflug mit dem Boot nach Janitzio. Und dann treffen Hans-Jürg und Maria auch noch auf dem Camping ein. Wir machen einen Jass, den ersten seit dem Beginn unserer Reise. Was für eine Freude, wir hoffen die beiden noch einmal zu treffen, damit wir Frauen eine Revanche bekommen.

Wir reisen weiter nach Ocampo und besuchen das berühmte Naturschauspiel „El Santuario de la Mariposa Monarca El Rosario“, wo sich jedes Jahr über 100 Millionen Schmetterlinge in der Paarungszeit treffen. Es ist überwältigend, wie viele Schmetterlinge um uns herumfliegen, einfach großartig. Leider auch etwas touristisch. Wir schenken den Kinder zwar alte Pullover und Frisbees, doch wie nach dem berühmten Sprichwort „gibt man ihnen den kleinen Finger, wollen sie die ganze Hand“ sind sie damit nicht zufrieden und möchten auch gerne noch Geld. Das ist uns leider zu viel des Guten. Wir reisen über Ciudad de Hidalgo nach Los Azufres, wo es inmitten einer wunderschönen Waldgegend mehrerer Thermalbäder gibt. Herrlich, am Abend gehören die Bäder fast nur uns und wir genießen den Sternenhimmel bei Wassertemperaturen zwischen 20 und 40 Grad.

Unserer Reise führt uns nach Santa Elena, ein kleines Dorf ca. 100 Kilometer vor Guadalajara. Denn hier soll es einen Schweizer geben, der ein Restaurant mit wunderbaren Köstlichkeiten betreibt. Und tatsächlich finden wir ihn. Wir werden mit einer unglaublichen Herzlichkeit und Gastfreundschaft empfangen, deshalb bleiben wir fast eine Woche, essen Kalbsbratwurst, Cervelats, Cordon Bleu, Rindsfilet usw. und geniessen die Zeit mit Edi, Charly, Urs und deren Familien. Charly führt uns auch in der Umgebung herum. Wir besuchen einen Tequila Hersteller, eine Käserei, die tatsächlich Raclette Käse macht und eine Mühle mit einem Schweizer Geschäftsführer. Es war super bei euch, vielen Dank für die tolle Zeit!

Auf geht’s nach Zacatecas, wo wir uns die schöne Stadt anschauen. Die Weiterfahrt führt uns nach Durango. Unterwegs werden wir zum allerersten Mal seit Beginn unserer Reise von einer Polizeikontrolle angehalten. Das Fahrzeuginnere haben sie schnell angeschaut, uns kam es vor, dass sie eher interessiert waren, wie es bei uns im Camper aussieht als, dass sie etwas gesucht hätten. Doch dann sieht der eine Polizist die Dachbox. Also noch hoch aufs Dach und unsere Snowboards mit grossen Augen bestaunen. Die Fahrt von Durango nach Mazatlan ist wunderschön. Sie führt uns durch eine Berglandschaft, die sondergleichen sucht. Wir übernachten im Parque Natural el Tecuan gleich neben dem Hirschgehege.

Eigentlich wollten wir die Fähre nach Baja California von Mazatlan aus nehmen, doch die billigeren Schiffe sind für längere Zeit ausgebucht. Also fahren wir morgen nach Topolobampo und nehmen von da aus die Fähre nach La Paz in Baja California.

« 1 von 2 »

Ein Gedanke zu „3. Colima – Topolobampo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.