4. Baja California Süden

Wir fahren mit der Fähre von Topolobampo nach La Paz. Fast hätten wir am falschen Ort gewartet, da uns drei Leute falsche Angaben gemacht haben. Der Vierte hat uns dann an den richtigen Terminal geschickt, so dass wir die Fähre dann doch noch erwischt haben. In La Paz gibt es eine gründliche Militärkontrolle. Doch wieder haben wir das Gefühl, dass sie mehr Freude an den Fotos in unserem Camper haben als dass sie nach Drogen oder Waffen suchen.

Zügig geht es nach Puerto Adolfo Lopez Mateo, denn hier kann man Grauwale ganz nah erleben. Wir buchen eine Tour und fahren mit sechs weiteren Leuten raus. Unglaublich wie nahe wir den Walen kommen, eine Walmutter und ihr Kleines lassen sich sogar anfassen. Damit ist vor allem für mich ein Traum wahr geworden und dieses eindrückliche Ereignis ist definitiv ein Highlight unserer Reise.

Leider müssen wir die etwas langweilige Strecke nach La Paz wieder zurück fahren, denn wir wollen zuerst den südlichen Teil der Baja entdecken. Die ersten paar Tage verbringen wir auf der Playa Tecolote, wo wir Bea und Christophe (zwei Jurassier) und Leticia, Pascal und Théo (Franzosen) kennen lernen. Wir verbringen eine lustige Zeit zusammen und verabreden uns mit den Franzosen für eine „Walhai – schnorchel Tour“. Wieder ein eindrückliches Erlebnis, diese Tiere sind riesig. Beim ersten Sprung ins Wasser ist Päscu beinahe auf den Walhai gesprungen, weil er ihn nicht richtig gesehen hat. Den Walhai hat dies nicht interessiert, Päscu hat vor Schreck aber einen grossen Schluck Meerwasser erwischt. Wir treffen uns alle nochmals an einem Strand in der Nähe von La Paz und Trix zaubert für uns ein Tomatenfondue. Am nächsten Tag besuchen wir den Karneval von La Paz. Wir geniessen die vielen Leute und die gute Stimmung und müssen bei einigen aus dem Paradezug etwas schmunzeln.

Die Franzosen bleiben in La Paz und wir vier reisen nach Los Barilles, wo wir ein Raclette machen und Jassen. Und hier können wir wieder vom Land aus Wale und Mantarochen sehen. Wir bleiben etwas länger als Bea und Christophe und fahren dann weiter nach Aguas Calientes (leider finden wir die warmen Quellen nicht wirklich). Dort verbringen wir eine Nacht und machen eine schöne Wanderung entlang des Flusses. Wir finden ein wunderschönes Becken für uns alleine und geniessen den Nachmittag beim baden.

Unser nächstes Ziel ist Cabo Pulmo. Wir übernachten direkt am Strand und erleben ein Schauspiel sondergleichen. Viele Wale springen während langer Zeit im Wasser hin und her, dies ist definitiv besser als Fernsehen. In Cabo Pulmo können wir auch wunderbar schnorcheln und viele Fische und Korallenriffe sehen. Wir schleichen die nächsten 60 Kilometer über übelste Schotterpiste bis nach San José del Cabo. Erstaunlich was unser Camper alles mitmacht. Wir sind froh, als wir endlich wieder eine geteerte Strasse unter uns haben. Leider ist diese während Kilometern mit riesigen Schlaglöchern übersäht.

In Cabo San Lucas treffen wir per Zufall Bea und Christophe wieder. Wir suchen uns einen Platz direkt am Strand und verbringen zwei Nächte dort. Grillieren, Jassen und ein feines Glas Wein. Was will man mehr?

Auf geht es nach el Pescadero wo wir wieder ein paar wunderschöne Tage direkt am Strand verbingen. Hier werden Basilikum und kleine Tomaten angebaut. Wir fragen, ob wir ein bisschen kaufen können. Da meinen sie, wir können gratis so viel pflücken wie wir wollen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen, wir pflücken jeden Tag, machen Pesto und frieren sogar noch ein. Wunderbar, im Supermarkt würden wir hier ein halbes Vermögen dafür bezahlen.

Über La Paz reisen wir in Richtung Norden und bleiben ein paar Tage am Rattlesnake Beach in Puerto Escondido. Wir staunen nicht schlecht, als gegen Abend plötzlich eben eine dieser Klapperschlangen aus dem Gebüsch herauskommt. Zum Glück ist sie dann gemütlich weitergezogen.

Wir werden die nächsten paar Wochen nun langsam zurück in Richtung USA hochreisen.

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