3. Kanab – Crested Butte

Päscu und Ich versuchen es noch ein paar Mal bei der „Wave Lotterie“. Nach insgesamt 7 Versuchen geben wir auf.

Wir freuen uns, raus aus dem heissen Kanab zu kommen und fahren in Richtung Salt Lake City. Kurz nach dem kleinen Kaff Marysville finden wir direkt am Fluss einen wunderschönen Schlafplatz. Wir machen eine Fahrradtour und baden am Abend im Fluss. Leider wird es auch hier immer noch sehr heiss. Also müssen wir mehr in die Höhe. Wir fahren in den Fishlake National Forest. Herrlich, wir finden wunderschöne Übernachtungsplätze, machen lange Wanderungen und das Klima ist auf 3000 Meter einfach perfekt. Dort lernen wir den Ranger Lyn kennen. Er und seine Frau zeigen uns wieder einmal wie unglaublich Gastfreundlich die Amerikaner doch sind. Sie fahren mit uns zum Hirsche beobachten und laden uns für den 4. Juli (Amerikanischer Nationalfeiertag) zu ihnen nach Hause ein. Nach dem Abendessen bekommen wir einen Einblick in das Amerikanische Leben. Zuerst fahren wir ein paar Hundert Meter vom Haus weg und ich schieße zum ersten Mal. Zuerst mit einer Pistole und dann mit Maschinengewehren (Lyn war 38 Jahre für die Amerikaner im Krieg und hat so einiges an Waffen zu Hause). Ich fühle mich allerdings nicht wirklich wohl, sind wir doch gleich am Strassenrand und auch hier gibt es überall Häuser. Hier ist das aber völlig normal und keiner fragt sich, wieso wir ca. 50 Schüsse in den Hügel abfeuern. Päscu hat vom Militär schon etwas Erfahrung, ihm gefällt es, er schiesst sogar mit einem Jagdgewehr und trifft tatsächlich den Stein auf ca. 400 Meter. Weiter geht es mit einer Runde Quad fahren. Päscu hat riesengrosse Freude. Und dann gehen wir noch an das Fest in Salina. Hier sehen wir Rodeos und andere Spiele mit Pferden und Kühen. In der Dunkelheit gibt es dann noch ein riesiges Feuerwerk. Besser als bei den beiden hätten wir nicht aufgehoben sein können. Thank you Lyn and Carlen!!!

Wir fahren nach Salt Lake City und schlendern durch den Temple Square. Naja, wir haben etwas mehr erwartet. Über Park City (dort fanden 2002 die Olympischen Winterspiele statt), fahren wir in den Wasache National Forest. Auch hier finden wir wieder super Übernachtungsplätze direkt am Fluss und wandern durch die Wälder. Päscu fängt doch tatsächlich seine ersten Fische ganz alleine, wenn auch nicht ganz legal, denn wir haben keine Lizenz gelöst. Das erstaunlichste an der ganzen Sache: Er hat nicht einmal mehr eine Rute, diese hat er etwas zerknirscht auf der Baja liegen lassen, weil er einfach nie etwas gefangen hat. Nach dem erfolgreichen Fang hatte er den ganzen Abend ein Grinsen auf dem Gesicht, ich weiss schon, in welche Abteilung er sich das nächste Mal im Walmart abschleicht.

Im Shoshone National Forest sitzen wir am Abend bei einem gemütlichen Jass. Ausnahmsweise sind wir drin, denn es regnet und ist kalt. Plötzlich laufen neben unserem Camper eine Elchmutter und ihr Kleines durch. Was für ein fantastischer Anblick!

In Lander sehe ich im letzten Moment einen Stopp… Ooops, kann knapp noch bremsen, reicht aber doch nicht ganz, also halt ein Rollstopp. Scheisse, von links kommt ein Polizeiauto. Und schon sehe ich im Rückspiegel das blaurote Licht… Ich habe das Gefühl, dass der Polizist fast erbarmen mit mir hat, denn er gibt mir keine Busse.

An diesem Abend im Big Horn National Forest trauen wir unseren Augen fast nicht, als erneut ein Elchmännchen keine fünf Meter neben unserem Camper durchstolziert.

Über Devils Tower National Monument fahren wir nach South Dakota in den Mount Rushmore National Park.

Nach fast 100 Kilometer Schotterpiste braucht unser Camper eine Generalüberholung. Wir leisten uns ausnahmsweise wieder einmal einen Campingplatz und waschen, putzen, backen Brot etc.

Und dann fahren wir nach Colorful Colorado! Wie der Slogan auf den Nummernschildern schon sagt: Colorado erinnert uns ein wenig an die Schweiz und an Kanada. Berge, Wälder, Flüsse, Seen, wunderschöne Wanderwege und ab und zu kommt uns ein Hirsch oder Elch so nahe, dass man beinahe vergisst, dass dies Wildtiere sind. Wir befinden uns fast die ganze Zeit auf über 3000 Meter über Meer, nachts sinkend die Temperaturen auf 0 Grad, doch tagsüber ist es angenehm warm.

In Fort Collins besuchen wir die Familie Croak. Wir haben die sechsköpfige Familie in Mexiko kennen gelernt und geniessen einen Abend ihre Gastfreundschaft.

Wir fahren nach Aspen, doch leider ist das Wetter schlecht und wir können die Bergwelt nicht bestaunen. Es ist uns dort sowieso ein bisschen zu viel los, deshalb fahren wir in den Gunnison National Forest. Beim wandern finden wir unglaublich viele Pilze, sind uns aber nicht ganz sicher, ob es wirklich Steinpilze sind. Wir lassen es uns zweimal versichern und zur Feier des Tages machen wir feines Steinpilz Risotto.

« 1 von 2 »

Ein Gedanke zu „3. Kanab – Crested Butte

  1. Vreni Fankhauser

    Danke für die schönen Fotos.Fischen, Schiessen, Pilze sammeln was Ihr alles Erleben dürft ist einmalig
    Hoffe dass Ihr Gesund bleibt, keine Vergiftung auflest. Geniesst die Zeit,bald ist es vorbei.
    liebi grüess usem Entlebuch.
    Vreni und Walter

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.