2. Oaxaca – Izamal

Von Teotihuacan fahren wir eine wunderschöne aber lange Strecke runter nach Oaxaca. Zwar sagen uns alle, dass diese Stadt wunderschön sei, doch irgendwie haben wir keine Lust auf Städte. Wir besichtigen also gleich den Arbol del Tule (Mexikanische Sumpfzypresse), der mit einem Stammdurchmesser von 14.05 Metern der dickste Baum der Welt sein soll.

Von dort geht es weiter nach Hierve el agua. Unterwegs treffen wir Una & Brett wieder, die beiden Kanadier haben wir schon in Teotihuacan kennen gelernt. Sie haben eine Autopanne, wir versuchen den Fehler zu finden und gehen dann in die Garage. Plötzlich funktioniert der Wagen wieder, also fahren wir zusammen nach Hierve el agua, wo sich ein versteinerter Wasserfall mit Pools zum baden befindet. Die Stimmung am Morgen früh ist traumhaft; wir haben den Platz ganz für uns alleine und schwimmen, obwohl das Wasser kalt ist. Dieses Naturwunder gibt es nur zweimal auf der Welt, hier in Mexiko und in der Türkei.

Unser nächstes Ziel ist die Pazifikküste in Oaxaca. Die Strecke ist kurvenreich und wir brauchen lange. Ca. 50 Kilometer von unserem Ziel entfernt geht plötzlich nichts mehr. Wir schauen nach…. Ein Erdrutsch und es sieht aus, als ob es noch länger dauern wird. Plötzlich stehen wieder Una und Brett hinter uns, wir beschliessen die 55 Kilometer zurück nach San José del Pacifico zu fahren und dort eine Nacht abzuwarten. Tatsächlich haben Die fleissigen Arbeiter es geschafft, die Strasse über Nacht frei zu bekommen, das hätten wir nie erwartet. Also fahren wir wieder in Richtung Küste und kommen an diesem Tag dort auch an. Wir bleiben zwei Nächte an der Playa Zipolite, hier ist es jedoch heiss & schwül und wegen den hohen Wellen können wir nicht baden. Also weiterfahren…. Wieder erwartet uns eine lange Strecke. In Ocozocoautle übernachten wir bei einem Waisenhaus. Hier gibt es richtige Plätze für Camper mit Strom und Wasser. Doch irgendwie kommt es uns nicht so herzlich und freundlich vor wie wir überall gelesen haben.

Danach führt uns unsere Reise nach San Cristobal de las casas. Wir lernen wieder neue Schweizer und Deutsche kennen und auch unsere lieben Kanadischen Freunde treffen einen Tag nach uns ein. Mit den beiden machen wir die Stadt am Unabhängigkeitstag unsicher und haben Freude die Mexikaner aus einem Strassenbeizli zu beobachten.

Am Lago Tziscao wagen wir uns nahe an die Grenze zu Guatemala. Wir campen direkt am See, geniessen ein kühles Bad und gleiten mit dem Kajak über das glasklare Wasser. Obwohl uns jeder eine Tour anbieten will, erkunden wir die Gegend alleine zu Fuss. Die Aussicht auf die wunderschönen Seen ist traumhaft.

Durch den Jungel fahren wir weiter nach Yaxchilan, wo wir die Ruinen besichtigen, die nur mit Boot zu erreichen sind. Am Morgen früh sind wir mit den beiden Deutschen Runa und Ricardo, die wir schon früher kennen gelernt haben, die einzigen Besucher. Es gefällt uns super und wir kriegen sogar noch ein paar Tukane vor die Linse.

Die nächste Mayastätte steht auf dem Plan, Palenque, eine der wohl berühmtesten und grössten. Auf dem Camping treffen wir wieder alte Bekannte, geniessen den Pool, gehen an meinem Geburi feine Pizza essen und verbingen ein paar wunderschöne Abende mit den Europäischen Globetrottern.

Obwohl unser Navi „nur“ fünf Stunden fahrt nach Campeche anzeigt, fahren wir morgens um 7 Uhr los. Dies wird zeigen, dass wir die richtige Entscheidung trafen. Ca. um 11 Uhr ist die Strasse blockiert, ein Lastwagen ist von der Strasse abgekommen. Wir schalten den Motor aus. Plötzlich fahren die Autos, doch unser Motor springt nicht mehr an. Komisches Geräusch, Päscu versucht einige Dinge, nach einer Weile fragen wir einen Mexikaner, ob er uns hilft zu überbrücken. Der Wagen springt an, also ist es nur die Batterie. Doch leider ist nun die Strasse wieder gesperrt und wir müssen fast eine Stunde mit laufendem Motor warten, bis wir endlich fahren können. In Campeche kaufen wir eine neue Batterie. Der Wagen läuft wieder und wir fahren zum Club Nautico. Unterwegs passieren wir eine Polizeikontrolle. Leider ist der Club Nautico geschlossen und wir können nicht dort campieren. Also wieder zurück. Päscu vergisst sich anzuschnallen… Der Polizist bemängelt dies natürlich sofort und verlangt von uns über 100 Dollar Busse. Er zeigt uns auch den Bussenkatalog. Was nun? Mehrere Male fragt er uns, wie wir das jetzt regeln wollen. Schlussendlich bezahlen wir 35 Franken, ohne Bussenschein. Ja, leider läuft das hier in Mexico so. Wenn nicht schon abends (18:00 Uhr) gewesen wäre und da wir immer noch auf der Suche nach einem Schlafplatz waren, haben wir uns auf dieses Korruptionsgeschäft eingelassen. Obwohl wir wohl zu viel bezahlt haben. Nach unendlich kleinen und engen Gässchen fahren wir in den Trailer Park, der gottseidank offen ist. Der Rasen gleicht einer Sumpflandschaft und beim reinfahren schleift der Auspuff am Boden entlang. Dies war echt ein toller Tag. Wir begiessen ihn mit einem Bier und werden wohl in ein paar Jahren immer noch darüber lachen.

Am nächsten Tag kommen wir fast nicht aus dem Campingplatz heraus, da die Schwelle riesig ist. Mit Brettern und viel „Chrampf“ klappt es dann doch irgendwann. Nun kann der Tag ja nur noch besser werden und tatsächlich passiert auf der Fahrt nach Izamal nichts mehr. Wir geniessen ein paar ruhige Tage beim Österreicher Harald auf seiner Hacienda und Hotel Santo Domingo, baden im Pool und erkunden das Kloster in der Stadt.

Nun geht es langsam in Richtung Karibikküste, wir freuen uns sehr.

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4 Gedanken zu „2. Oaxaca – Izamal

  1. Vreni Fankhauser

    Hallo zäme!
    Wunderschöne Fotos, begleitet von Pech und Pannen.
    Hoffe dass es ruhig weiter geht und das Auto Euch heil zum Ziel bringt.
    Liebi Grüess usem Entlebuch
    Vreni und Walter

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  2. brigitte schuze

    Hallo, Ihr Zwei,
    wir haben lange nichts mehr von euch gehoert und die Reiseberichte enden in Campeche. Wo seid ihr und was ist passiert?
    Ihr habt bestimmt von dem Hurrican Patricia gehoert, vielleicht sogar etwas mitbekommen. Der Monstersturm kam in der Naehe von
    Perula/Tenacatita an Land. Lt. Angela kamen Menschen gesundheitlich nicht zu schaden aber viele Haeuser (Huetten) wurden beschaedigt.Christine hat
    mit ihrem Anwesen sehr viel Glueck gehabt. Es wurden nur von beiden Grundstuecke die Eingangstore total beschaedigt, der Elektrozaun ist kaputt
    und die Klimaanlagen sind davon geflogen. Ralph ist mit den kleinen Hunden von Christine und seinen beiden (Sam & Clerence) nach Autlan ins
    Landesinnere geflohen. Angela hatte zu dem Zeitpunkt einen Uebersetzungsauftrag in GDJ.
    Wir sind wieder in Nordamerika und wollen Mitte November nach Perula. Wir wollen abwarten, bis nach den ergibigen Regenfaellen die Strassen wieder
    o.k. sind. Wir hatten ja schon im Fruehjahr Pech mit den Wetterbedingungen (habe ich glaub ich geschrieben).
    Lasst von euch hoeren, damit wir wissen, wie es euch geht.
    Herzliche Gruesse
    Brigitte & Harald

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    1. danielakohli@gmx.net Artikelautor

      Liebe Brigitte, lieber Harald

      Vielen Dank für eure Nachricht, es freut uns sehr von euch zu hören. Uns geht es sehr gut. Ihr habt recht, wir haben schon eine halbe Ewigkeit nichts mehr auf unserer Seite veröffentlicht. Das kommt daher, dass wir seit einigen Wochen an der Karibikküste in Xpu Ha faulenzen und nicht so viel erleben wie sonst. Wir geniessen das wunderschöne Meer und schnorcheln jeden Tag. Und dazu warten wir noch auf ein Ersatzteil aus Deutschland, das wohl Anfang nächste Woche hier eintreffen sollte. Dann geht es weiter nach Belize, Guatemala, el Salvador und immer weiter südlich bis nach Costa Rica oder Panama.

      Ja, wir haben von dem Hurrican Patricia gehört und sind sehr froh, dass es keine grösseren Schäden gab und vor allem niemand verletz wurde. Jetzt weiss Harald ja, was er ab Mitte November in Perula zu tun hat. Schaut nur, dass die Machete nicht zu oft am Poolrand geschliffen wird. 🙂

      Schade, sehen wir uns dieses Jahr nicht mehr in Mexiko, aber vielleicht klappt es ja nächsten Sommer einmal in Deutschland oder der Schweiz. Wir wünsche euch eine schöne Zeit in Mexiko, geniesst den Winter dort und schnorchelt ein bisschen für uns mit.

      Liebe Grüsse

      Daniela & Pascal

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      1. brigitte schulze

        Hallo, Ihr Zwei,
        nein, eine Benachrichtigung haben wir nicht in die e-mal bekommen,
        haben Deine Mail in die Togata aber schon gleich erhalten. Ich bin
        nur nicht zum Antworten gekommen.
        Hoffentlich habt ihr euer Ersatzteil inzwischen erhalten!
        Ja, waere schoen, wenn wir uns im Sommer in DEUTSCHLAND bei uns
        sehen koennten. Die kurze Zeit, die wir dort verbringen benoetigen wir,
        fuer Haus, Hof und Garten und reisen dann nicht. Aber wir freun uns ueber
        jeden Besuch. Ihr braucht nicht mit Wohnmobil anreisen, wir haben ein Gaestezimmer.
        Lasst zwischendurch von euch hoeren. Am besten ueber meine Mailadresse (siehe oben).
        Passt auf euch auf und gute Weiterreise.
        Brigitte & Harald

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