2. New Brunswick, Québec, Ontario, Manitoba, Sasketchewan

Der Zahnarzttermin ist gut verlaufen und wir sind direkt losgefahren. Wir haben uns dazu entschieden New Brunswick nicht groß zu erkunden und sind deshalb vorbei gerauscht. Von der Provinz Québec haben wir ebenfalls nicht viel gesehen. Obwohl wir bei den beiden Großstädten Québec und Montréal durchgefahren sind, haben wir uns gegen einen Stopp entschieden. In kälteren Tagen werden wir uns vielleicht mehr auf Städte freuen, aber jetzt wollten wir vor allem die wilde Natur Kanadas erleben.

Im Park Alconquin haben wir schnell festgestellt, dass die Übernachtungspreise teilweise auch für’s campen sehr teuer sind (CAD 50). Dafür haben wir dort unseren ersten Bären gesehen. Beim Abendspaziergang meinte Päscu, dass dieser Hund dort etwas „gfürchig“ aussieht. Bei näherer Betrachtung haben wir festgestellt, dass es ein Bär ist.

Wenn wir ein Jahr unterwegs sein wollen, können wir uns nicht jeden Tag einen Campingplatz leisten, deshalb werden wir von nun an mehr versuchen wild zu übernachten oder bei Einheimischen um einen Platz bitten. Das klappt auch sehr gut. Am Lake Superior haben wir einen wunderschönen Strand gefunden und dort eine Nacht übernachtet. Dort haben wir am nächsten Tag dann auch einen dieser „First Nation Canadians“ kennen gelernt. Er hat Stunden bei uns gesessen, gekifft und den Wechsel zwischen Indianer Dasein und westlichem Lebensstil nicht gut verkraftet. Leider haben sie auch den Bezug zur Natur völlig verloren und werfen nicht nur Abfall in den See sondern waschen sogar ihre Dieseltanks dort aus. Aber er meinte zu uns, dass wir das Wasser aus dem See ohne Probleme trinken könnten (das haben wir nicht versucht). J

Kurz vor der Stadt Wawa haben wir wieder einen Übernachtungsplatz an einem Wasserfall gefunden. Am nächsten Tag sind wir in den Nationalpark Pukawska gefahren. Päscu backt Brot und wir wandern stundenlang durch die schönen Wälder. Leider verfolgen uns auch die Mücken auf Schritt und Tritt. Auf der Weiterfahrt sehen wir unseren ersten „Moose“, einen Elch.

Von dort geht’s weiter in Richtung Provinz Manitoba, die sich landschaftlich extrem zu Ontario unterscheidet. Hier gibt es nicht mehr grosse Wälder und tausend Seen, sondern Felder mit Getreide, Sonnenblumen und Wildblumen, die sich bis zur Tundra oben im Norden erstrecken. Wir entscheiden uns, unseren einzigen Halt im Riding Mountain Nationalpark zu machen. Wir erkunden die Gegend mit dem Fahrrad und spielen Tennis. Beim Abendspaziergang können wir von weitem wieder einen Bären beobachten, dieser hatte allerdings nicht mehr die Grösse eines Hundes. Leider haben wir auch dieses Mal die Kamera nicht dabei…

Am nächsten Tag fahren wir quer durch die Provinz Saskatchewan, eine ebene Region mit endlosen Feldern. Der starke Wind bringt unseren Camper heftig ins schwanken, aber Päscu hat alles im Griff. Ich koche während der Fahrt Bolognese, so können wir wieder etwas Zeit gewinnen. Unsere nächsten Ziele sind Banff und Jasper Nationalpark, wo wir ein paar Tage Ferien machen. Ja, reisen ist anstrengend.

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Am Reiseroute planen.
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